Wie ich zu dem Spitznamen Unsinnopa kam

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Immer wieder erhalte ich Nachfragen: warum Unsinnopa?, und aus dem Ausland: was bedeutet das? Eine Russin mit Namen Olga fragte in ihrer Mail kurz und bündig:''Wa is Unsinnoppa?'' Ich mailte ihr zurück: Unsinnopa = Nonsense grandfather.
Mein Bruder Jörg, der mir hilfreich bei der Abfassung der Seite über General Marceau beistand, wies mich dringend darauf hin, eine diesbezügliche Aufklärung zu verfassen, da die Gefahr bestünde, dem Leser meiner Homepage den eigentlich falschen Eindruck zu vermitteln, alles hier sei unglaubwürdig und vollkommener Unsinn.
Diesen Spitznamen erhielt ich von meinen erwachsenen, kinderreichen Kindern, weil es meinen Enkeln und mir großen Spaß machte, Streiche und unsinnige Sachen anzustellen.
Als einer dieser Späße etwas weit getrieben wurde, hatte ich diesen Namen endgültig.
Mein kleiner Enkel Nils war damals etwa vier bis fünf Jahre alt. Wir befanden uns draußen auf unserer Gartenterrasse, es war Sommer bei vollstem Sonnenschein. Ich wollte mir eine Zigarette anzünden, jedoch mein Gasfeuerzeug versagte. Nils war darum hoch erfreut, denn der gute Junge versäumte keine Gelegenheit, mir das Rauchen aus gesundheitlichen Gründen zu verleiden.
Ich bemerkte, ich könne mir auch eine Zigarette ohne Feuer anzünden, was Nils kategorisch als eine Unmöglichkeit aussprach. Ich holte mir unsere große Lupe, hielt diese in die Sonne und nach wenigen Sekunden stieg Rauch auf und meine Zigarette war angezündet zum großen Erstaunen von Nils.
Natürlich wollte er sofort eigenhändig einige Dinge wie Zeitungen anbrennen. Bei dieser Gelegenheit erklärte ich ihm die Lichtbrechung und die erforderliche Konzentration auf einen Punkt. Dabei benutzte ich unseren Gartentisch aus Teakholz, um eine kleine Zeichnung darauf zu brennen. Er beabsichtigte, ebenfalls darauf zu ''malen'', doch konnte ich ihn davon abhalten, um nicht noch größeren Ärger mit meiner Angetrauten zu bekommen.
Ich schlug ihm vor, sich ein Stück Holz oder Brett zu besorgen, um mit dem Brennglas zu experimentieren. Nils verschwand im Garten, ein gemeinsames Grundstück, wo das Haus der Eltern von Nils und das unsere sich befinden, und ich widmete mich anderen Angelegenheiten.
Nicht lange und ich erhielt über unser Haustelefon die empörte Zurechtweisung seiner Mutter, ich sei doch ein richtiger Unsinnopa. Sie habe Nils dabei entdeckt, wie er mit dem Brennglas versuche, Zeichnungen in die Holzverkleidung ihres Hauses zu brennen. Daraufhin musste ich unsere Lupe in ein sicheres Verwahrsam nehmen, damit nicht eines Tages doch noch ein Brand entsteht.

Klaus Nickel, alias Nickelklaus, alias Unsinnopa

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